Die Kirche St. Stephan, auch „Neuer Erzbischofssitz“ genannt, wurde zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert erbaut. Im 16. Jahrhundert wurde sie nach Westen erweitert und im 18. Jahrhundert kam die Außenvorhalle hinzu. Die Kirche ist als dreischiffige Basilika angelegt. Das Mittelschiff erhebt sich über die Seitenschiffe und wird im Osten und Westen von ovalen Giebeln bekrönt.
Sie ist aus Steinblöcken und Ziegeln errichtet. Beim Bau wurden viele architektonische Elemente – Gesimse, Kapitelle und Reliefs – von zuvor zerstörten christlichen Gebäuden wiederverwendet.
Ursprünglich trug die Kirche den Namen der Jungfrau Maria. Daher beziehen sich die Wandmalereien thematisch auf das Leben der Mutter Gottes.
Die Datierung der Wandmalereien der Kirche ist in der Inschrift über dem südlichen Portal des Kirchenschiffs vermerkt: 1599.
Über 1000 Figuren sind in 258 Kompositionen dargestellt. Die Szenen der Wunder Christi sind in einer ganzen Reihe nach den Evangelienlegenden angeordnet. Die Besonderheiten des Darstellungsstils lassen die Handschrift dreier Meister erkennen: Zwei wirkten im östlichen Teil des Kirchenschiffs, der dritte im westlichen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Szene des Jüngsten Gerichts in der für die damalige Zeit traditionellen Ikonographie an die Ostwand des Narthex gemalt. Die Kirche besitzt eine original bemalte Ikonostase aus dem späten 16. Jahrhundert sowie einen geschnitzten Bischofsthron und eine Kanzel aus dem späten 18. Jahrhundert.
Dank ihres gut erhaltenen architektonischen Erscheinungsbildes, der Ikonostase und vor allem ihrer kunstvollen Fresken ist die St.-Stephans-Kirche eines der bedeutendsten Denkmäler des bulgarischen Kulturerbes.
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