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FRÜHBYZANTINISCHE THERMEN

Die frühbyzantinischen Thermen wurden im 6. Jahrhundert während der Regierungszeit des byzantinischen Kaisers Justinian I. des Großen (527–565) erbaut. Etwa zwei Drittel ihrer Fläche sind erforscht: fünf beheizte Räume (zwei davon mit halbkreisförmigen Becken), eine zentrale Halle und ein Korridor. Der restliche Teil des Gebäudes liegt unter den angrenzenden Straßen und Häusern.
Die Wände der Thermen sind im Stil des opus mixtum errichtet (Wechsel von Steinreihen und Ziegelschichten) und waren mit Marmor verkleidet. An einigen Stellen sind sie bis zu einer Höhe von drei Metern erhalten. Die beheizten Räume besaßen einen Hohlboden und ein Hypokaustum. Am eindrucksvollsten ist die zentrale Halle, in der vier massive Marmorsäulen mit korinthischen Kapitellen ein Kreuzgewölbe oder eine Kuppel trugen. Der Boden war mit Marmorplatten belegt.
Die Thermen wurden über eine Wasserleitung versorgt, die von der Westseite des Gebäudes eintrat. Im 5. und 6. Jahrhundert wurde ein komplexes unterirdisches Wasserversorgungssystem errichtet, das die gesamte Stadt umfasste.
Die Thermen wurden bis zum Ende des 8. Jahrhunderts ihrer ursprünglichen Bestimmung gemäß genutzt. In dieser Zeit wurden auch Reparaturen durchgeführt. Anfang des 9. Jahrhunderts wurden sie umgebaut und für Wohn- und Wirtschafts¬zwecke verwendet.
Die byzantinischen Chronisten Theophanes der Bekenner und Patriarch Nikephoros berichten, dass sich hier im Jahr 680 der byzantinische Kaiser Konstantin IV. Pogonatos badete und behandeln ließ.

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