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ETHNOGRAPHISCHES MUSEUM

Die Ausstellung „Altes Nessebar“ befindet sich im Moskoyani-Haus, das 1840 von einem wohlhabenden griechischen Kaufmann erbaut wurde. Das zweistöckige Gebäude verfügt über ein steinernes Erdgeschoss und ein zweites, überwiegend aus Holz errichtetes Wohngeschoss. Im Zentrum des Obergeschosses liegt der Salon mit seiner reich verzierten Holzdecke, die mit einer sternförmigen Rosette geschmückt ist. Zur Nordseite befinden sich ein Schlafzimmer, eine Speisekammer und eine Küche, zur Südseite zwei weitere Räume, die hauptsächlich im Sommer genutzt wurden.

Im Salon werden anhand alter Fotos und Pläne die prächtige Architektur des Wiedergeburts-Nessebar mit seinen emblematischen Häusern aus dieser Epoche vorgestellt. Zudem informiert die Ausstellung über die Windmühlen der Stadt. Zu sehen sind Aufzeichnungen und Zeichnungen von Reisenden, die Nessebar im 17. bis 19. Jahrhundert besuchten. Gezeigt werden außerdem elegante Damenkleider aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts sowie Alltagsgegenstände, die das städtische Leben der damaligen Zeit veranschaulichen.

Der südliche Raum ist den traditionellen Handwerken und dem Lebensunterhalt der Bevölkerung von Nessebar gewidmet – insbesondere Fischerei, Weinbau und Weinerzeugung. Zum ersten Mal wird hier ein gemeinsamer Fund von Kupfergefäßen und Weingefäßen aus dem 18. Jahrhundert gezeigt, der in der Umgebung der Stadt entdeckt wurde. Außerdem werden typische Fischereiausrüstungen präsentiert.

Im großen nördlichen Raum veranschaulichen Exponate das Alltagsleben und die Bräuche der einheimischen Bevölkerung. Nachgebildet ist das Interieur eines typischen griechischen Hauses mit Kamin, Diwan, handgewebten Decken und dekorativen Vorhängen. Zu sehen ist auch eine Ikone aus dem Jahr 1669, Teil eines häuslichen Ikonostase, wie sie in den meisten griechischen Haushalten üblich war. Gezeigt werden außerdem die Kleidung einer Braut aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts sowie ein Hochzeitsalbum. Nach der Eheschließung übernahm der Ehemann den Lebensunterhalt der Familie, während die Frau den Haushalt führte und sich um die Kinder kümmerte.

Der kleine nördliche Raum ist den Umsiedlern in Nessebar, ihrer Geschichte, ihrem Alltag und ihren Traditionen gewidmet. Gezeigt wird das Interieur eines typischen Hauses makedonischer und thrakischer Umsiedler mit gewebten Decken, Teppichen und Kissen, einem niedrigen runden Tisch (Sofra) und dreibeinigen Schemelchen. Zudem sind die traditionelle Kleidung der Umsiedler aus dem Vardar-Mazedonien zu sehen – darunter eine weibliche Tracht aus der Region Enidže-Vardar, Teile von Männer- und Frauentrachten sowie eine Sammlung geschmiedeter Gürtelschnallen (Paften).

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte:
https://www.ancient-nessebar.com/html/main_en.php?menu=map