Im 18. Jahrhundert erlebte Nessebar einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung, die sich vor allem in der Erneuerung der Wohngebäude widerspiegelte. Allmählich entstand ein neues Stadtbild – eine Stadt von wieder wohlhabend gewordenen Handwerkern, Fischern und Kaufleuten.
Die kleinen, unregelmäßig geformten Grundstücke stellten die Baumeister vor große Herausforderungen. Doch sie bewältigten diese mit großem Einfallsreichtum. Während die Wände des Erdgeschosses meist den unregelmäßigen Umrissen des Grundstücks folgen, ist das Obergeschoss in rechteckige Flächen unterteilt.
Die Häuser in Nessebar sind zweigeschossig. Das Erdgeschoss, mit Wänden aus Stein und Lehm, diente wirtschaftlichen Zwecken. Dort lagerten die Weinfässer und die gesamte Ausrüstung für Weinherstellung, Fischerei und Handwerk. Eine schmale und steile Treppe führte in das Obergeschoss, wo sich um einen großen Salon die Räume befanden: zwei oder drei Zimmer für die Hausbesitzer und ihre Gäste sowie eine Küche mit Vorratsraum. Die Räume im Obergeschoss sind in Fachwerkbauweise errichtet, außen mit Brettern verkleidet und innen gekalkt. Die kleinen, unregelmäßig geformten Grundstücke stellten die Baumeister vor große Herausforderungen, doch sie bewältigten diese mit großem Einfallsreichtum. Während die Mauern des Erdgeschosses meist den unregelmäßigen Umrissen des Grundstücks folgten, wurde das Obergeschoss in rechteckigen Formen errichtet.
Mehr als hundert restaurierte Häuser aus der Wiedergeburtszeit bilden heute malerische architektonische Ensembles. Eines davon befindet sich in der Straße „Zar Iwan Alexander“. Besonders interessant ist hier das Haus mit dem weiß gekalkten zweiten Stock und dem sogenannten „Kobiliza“-Vorsprung. Ein weiteres Ensemble befindet sich rund um die Basilika „Heilige Sophia“. Sehenswert sind auch die Häuser in der Nähe der Kirche „Heilige Erzengel Michael und Gabriel“. Unter ihnen stechen das Nakov-Haus mit kunstvoll gearbeiteten Dachvorsprüngen und Gesimsen sowie das Vardaliev-Haus hervor – das einzige dreistöckige Haus mit einem komplexen, vorspringenden Erkeraufbau.
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